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Lexikon 2016-11-09T12:17:23+00:00

Abgastemperatur
Die Abgastemperatur wird zur Bestimmung des Abgasverlustes benötigt. Die Messung ist im Verbindungsstück (Abgasrohr) der Feuerstätte an der Messöffnung im Kern des Abgasstromes (heißester Punkt im Querschnitt) durchzuführen.

Abgas
Bei einer vollkommenen Verbrennung enthalten Abgase von festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen folgende Bestandteile: -Kohlendioxid CO2 -Stickstoff N2 -Wasser/-dampf H20

Abgas-Absperrvorrichtung
Diese ist eine thermisch gesteuerte oder mechanisch betätigte Abgasklappe im Abgasweg, die bei Betrieb der Gasfeuerstätten geöffnet, sonst aber geschlossen ist.

Abgasanlagen
Abgasanlagen sind Abgasleitungen, Verbindungsstücke und Schornsteine. Abgasleitungen sind Abgasanlagen zur Ableitung von Abgasen von Feuerstätten für flüssige oder gasförmige Brennstoffe. Schornsteine wiederum sind russbrandbeständige Abgasanlagen.

Abgasmenge
Um einen Liter Heizöl oder einen Kubikmeter Erdgas zu verbrennen, benötigt man 11 m3 Verbrennungsluft. Daraus resultiert eine Abgasmenge, bei 200°C Abgastemperatur, von ca. 20m3.

Abgasüberwachungseinrichtung
Diese wird nach europäischen Normen mit „BS“ (blocked safety) gekennzeichnet und ist ein zu einer Gasfeuerstätte gehörendes Bauteil, das bei Abgasaustritt aus der Strömungssicherung die Gaszufuhr selbsttätig abschaltet.

Abgasverlust
Mit den Abgasen eines Brennstoffes geht Wärme ungenutzt verloren. Den Verlust, bedingt durch den Unterschied des Wärmeinhalts der Verbrennungsluft und der Abgase bezeichnet man als Abgasverlust.

Aufstellraum
Der Aufstellraum ist der Raum, in dem die Gasfeuerstätte oder gegebenenfalls auch Feuerstätten für flüssige oder feste Brennstoffe aufgestellt wird. Jedoch gibt es Unterschiede, die in Abhängigkeit zur Leistung stehen. Es gelten Leistungsgrenzen.

Außenwandfeuerstätten
Außenwandfeuerstätten sind Gasgeräte, die das produzierte Abgas nicht in einen Schornstein, sondern über spezielle Doppelrohre ins Freie abgeben. Diese Geräte können eingesetzt werden, wenn der Anschluss an einen Schornstein nicht möglich, oder nur durch einen unverhältnismässig grossen Aufwand an einen Schornstein angeschlossen werden können. Die Ableitung direkt durch die Aussenwand ist in der Regel nicht gestattet.

Bivalente Heizungen
Bivalente Heizungen sind Heizungen, bei denen Öl- oder Gasfeuerungsanlagen in Verbindung mit einer Wärmepumpe oder einem Solarkollektor betrieben werden, soweit die Wärmepumpe oder der Solarkollektor nicht ausschließlich der Brauchwasserbereitung dient.

Brennerart
Die Brennerart kann sein ein Brenner mit Gebläse für Ölzerstäuber- oder Gasgebläsebrenner (von Gasfeuerstätten ohne Strömungssicherung), ohne Gebläse für atmosphärische Gasbrenner (von Gasfeuerstätten mit Strömungssicherung, auch wenn diese ein Gebläse zur Gas-Luft-Vormischung haben) oder Verdampfungsbrenner für entsprechende Ölbrenner. Die Art des Brenners wirkt sich auf den bei der Bewertung des Abgasverlustes zu berücksichtigenden Toleranzwert und bei Öl auf den Rußzahl-Grenzwert aus.

Brennstoffe
In Feuerungsanlagen nach § 1 der 1. BImSchV dürfen nur die folgenden Brennstoffe eingesetzt werden: 1. Steinkohlen, nicht pechgebundene Steinkohlenbriketts, Steinkohlenkoks, 2. Braunkohlen, Braunkohlenbriketts, Braunkohlenkoks, 3. Torfbriketts, Brenntorf, 3a. Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts, 4. naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, sowie Reisig und Zapfen, 5. naturbelassenes nicht stückiges Holz beispielsweise in Form von Sägemehl, Spänen, Schleifstaub oder Rinde, 5a. Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts entsprechend DIN 51731, Ausgabe Mai 1993, oder vergleichbare Holzpellets oder andere Presslinge aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität, 6. gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder enthalten sind und Beschichtungen nicht aus halogenorganischen Verbindungen bestehen, 7. Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder enthalten sind und Beschichtungen nicht aus halogenorganischen Verbindungen bestehen, 8. Stroh oder ähnliche pflanzliche Stoffe, 9. Heizöl EL nach DIN 51603-1, Ausgabe März 1998, sowie Methanol, Äthanol, naturbelassene Pflanzenöle oder Pflanzenölmethylester, 10. Gase der öffentlichen Gasversorgung, naturbelassenes Erdgas oder Erdölgas mit vergleichbaren Schwefelgehalten sowie Flüssiggas oder Wasserstoff, 11. Klärgas mit einem Volumengehalt an Schwefelverbindungen bis zu 1 vom Tausend, angegeben als Schwefel, oder Biogas aus der Landwirtschaft, 12. Koksofengas, Grubengas, Stahlgas, Hochofengas, Raffineriegas und Synthesegas mit einem Volumengehalt an Schwefelverbindungen bis zu 1 vom Tausend, angegeben als Schwefel.

Bereitschaftsverlust
Der Bereitschaftsverlust ist der Teil der Feuerungswärmeleistung, der erforderlich ist, um einen Heizkessel gegebenenfalls mit ein- oder angebautem Wassererwärmer auf einer bestimmten Temperatur zu halten, wenn keine Wärmeleistung abgenommen wird; er wird bezogen auf die eingestellte Feuerungswärmeleistung.

Brandschutz
Der Schornsteinfeger kommt dem Brandschutz bzw. dem vorbeugenden Brandschutz bei seiner täglichen Arbeit nach. Er begutachtet täglich sämtliche Schornsteine und Feuerstätten, an denen er zu tun hat und zeichnet diverse Mängel auf und sorgt für dessen Abschaffung.

Brennwertgerät- bzw. feuerstätte
Ein Brennwertgerät ist eine Feuerstätte zur Beheizung oder Wassererwärmung, in der fühlbare Wärme des Verbrennungsgases und zusätzlich Kondensationswärme des im Verbrennungsgas enthaltenen Wasserdampfes genutzt werden.

CO ( Kohlenmonoxid )
Kohlenmonoxid, geruchs- und geschmackfreies Gas, giftig Kohlenmonoxid entsteht z. B. bei einer unvollständigen Verbrennung (Sauerstoffmangel).

Druckdifferenz in hPa
Die Druckdifferenz zwischen Abgas und Umgebungsluft wird an der Messöffnung im Kern des Abgasstromes gemessen. Die Druckdifferenz dient zur Beurteilung und Dokumentation des Betriebszustandes der Feuerstätte während der Messung.

Durchfeuchtung
Eine Durchfeuchtung ist ein Vorgang, der meistens nach einer Heizungserneuerung zu beobachten ist, weil die oft wesentlich niedrigeren Abgase bereits im Schornstein kondensieren. Das Kondensat wird vom Schornsteinmauerwerk aufgenommen und das Mauerwerk wird feucht. Diese Feuchtigkeit führt je nach Intensität zu erheblichen Schäden am Schornstein. Er wird dann renovierungsbedürftig, weil er aufzuweichen beginnt.

Durchlaufwasserheizer
Ein Gasdurchlaufwasserheizer ist eine Gasfeuerstätte, in der durchlaufendes Wasser zur Entnahme erwärmt wird.

Emissionen
Emissionen sind die von einer Feuerungsanlage ausgehenden Luftverunreinigungen; Konzentrationsangaben beziehen sich auf das Abgasvolumen im Normzustand (273 K, 1013 hPa) nach Abzug des Feuchtegehaltes an Wasserdampf.

Energiebedarf
Energiemenge die zur Deckung des Jahreheizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs benötigt wird, ermittelt an der Systemgrenze des betrachteten Gebäudes. Die zusätzliche Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten bei der Erzeugung des jeweils eingesetzten Brennstoffes entstehen, werden nicht in Betracht gezogen.

Einzelraumofen
Ein Einzelraumofen ist eine Feuerstätte, die lediglich zur Beheizung eines einzelnen Raumes dient.

Energieeinsparung
Die Abgasmessungen der Schornsteinfeger haben deutlich zur Energieeinsparung beigetragen. Diese Messungen und die Erkenntnisse daraus waren und sind wahrlich ein Gewinn für unsere Umwelt.

Etagenheizung
Eine Etagenheizung ist eine Zentralheizung, die nur die Etage beheizt in der sie aufgestellt ist.

Feuerungsanlage
Eine Feuerungsanlagen eine Anlage, bei der durch Verfeuerung von Brennstoffen Wärme erzeugt wird; zur Feuerungsanlage gehören Feuerstätte und, soweit vorhanden, Verbindungsstück und Abgaseinrichtung.

Feuerungswärmeleistung
Die Feurungswärmeleistung ist der auf den unteren Heizwert bezogene Wärmeinhalt des Brennstoffs, der einer Feuerungsanlage im Dauerbetrieb je Zeiteinheit zugeführt werden kann.

Feuerstätten
Feuerstätten im Sinne der DIN 18160 sind Einrichtungen zur Verbrennung von Brennstoffen, deren Abgase in Abgasanlagen geleitet werden.

Festbrennstoffkessel
Festbrennstoffkessel sind Heizkessel, die für die Verfeuerung von festen Brennstoffen geeignet sind und nicht auf flüssige oder gasförmige Brennstoffe umgestellt werden können.

Gebäudeteil
Geschoss oder Bereich, in dem sich die Feuerungsanlage befindet.

Gesamtnennwärmeleistung
Die Gesamtnennwärmeleistung Ist die Summe der Nennwärmeleistung der Feuerstätten, die gleichzeitig an einer Abgasanlage betrieben werden können.

Hersteller
Firmenbezeichnung des Feuerstättenherstellers

Holzschutzmittel
Holzschutzmittel sind die bei der Be- und Verarbeitung des Holzes eingesetzten Stoffe mit biozider Wirkung gegen holzzerstörende Insekten oder Pilze sowie holzverfärbende Pilze; ferner Stoffe zur Herabsetzung der Entflammbarkeit von Holz.

Hausschornsteine
Hausschornsteine sind Schächte in oder an Gebäuden, die ausschließlich dazu bestimmt sind, Abgase von Feuerstätten über das Dach ins Freie zu fördern.

Heizenergiebedarf
Der Heizenergiebedarf ist die berechnete Energiemenge, die dem Heizungssystem des Gebäudes zugeführt werden muss, um den Heizwärmebedarf abdecken zu können.

Heizgrenztemperatur
Außenlufttemperatur, ab der ein Gebäude bei einer vorgegebenen Raumlufttemperatur nicht mehr beheizt werden muss.

Heizperiode
Zeit der Beheizung eines Gebäudes während der die mittleren Außentemperaturen kleiner als die Heizgrenztemperatur sind. Die Heizperiode hängt von meteorologischen Größen und von den wärmetechnischen Gebäudeeigenschaften ab.

Heizwärmebedarf
Der Heizwärmebedarf ist die rechnerisch ermittelte Wärmeeinträge über ein Heizsystem, die zur Aufrechterhaltung einer bestimmten mittleren Raumtemperatur in einem Gebäude oder in einer Zone eines Gebäudes benötigt werden. Dieser Wert wird als auch Netto-Heizenergiebedarf bezeichnet.

Immissionschutz
Schornsteine und ihre besonderen Betriebseinrichtungen müssen feuerungstechnisch so beschaffen sein, dass das Abgas der angeschlossenen Feuerstätten möglichst wenig Schadstoffe wie Russ, Kohlenmonoxid und Zersetzungsprodukte des Öls enthält, soweit dies von Schornsteinen beeinflusst werden kann. Die Schornsteine müssen die Abgase so hoch ins Freie fördern, dass schädliche Luftverunreinigungen durch Abgas entsprechend dem Stand der Technik des Hausschornsteinbaus auf ein Mindestmass beschränkt sind.

Koordinaten für Emissionskataster
Die Felder oberhalb der „Anschrift des Bez.-Schornsteinfegermeisters“ können ggf. mit den Koordinaten zur Ortsbestimmung der Feuerungsanlage für ein Emissionskataster ausgefüllt werden.

Kernstrom im Abgas
Der Kernstrom im Abgas ist der heisseste Punkt mit dem höchst konzentrierten Anteil der Abgaswerte, deshalb werden die Emissionswerte im Kernstrom gemessen.

Kraftwärmekopplungsanlagen
Kraftwärmekopplungsanlagen produzieren wie ein Ottomotor Kraft die zum Antrieb eines Stromgenerators und Wärme die zur Heiz- und Brauchwassererwärmung genutzt wird.

Kesselwirkungsgrad
Der Kesselwirkungsgrad ist das Verhältnis der an den Wärmeträger abgegebenen nutzbaren Wärmeleistung zu der Feuerungswärmeleistung.

Leistungsbereich in kg/h bzw. kW
Der Leistungsbereich umfasst die minimal und maximal einstellbare Leistung des Brenners, die im Allgemeinen auf dem Brenner- oder Feuerstättengeräteschild (Typenschild) angegeben sind, und zwar bei Ölbrennern in kg/h Öldurchsatz und bei Gasbrennern in kW. Bei modulierenden oder mehrstufigen Brennern ist zusätzlich die Leistung bei der Messung einzutragen, die allerdings bei modulierenden Brennern meist nicht feststellbar ist.

Luft-Abgas-System (LAS)
Dies ist eine Anlage mit zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten, die raumluft-unabhängigen Gasfeuerstätten mit Gebläse Verbrennungsluft zuführen und deren Abgas über Dach ins Frei führen.

Luftüberschuss
Für eine vollständige Verbrennung benötigt man eine bestimmte Menge Luft bzw. Sauerstoff, die 100% darstellen. In der Praxis reichen aber diese 100% theoretischer Luftbedarf nicht aus und deshalb muss ein Luftüberschuss hinzugeführt werden, um jedes brennbare Teilchen ausreichend mit Sauerstoff anzureichern.

MAK
MAK sind maximale Arbeitsplatzkonzentrationen von Schadstoffen und geben Grenzwerte vieler gesundheitsschädlicher Stoffe an Arbeitsplätzen an.

Nennwärmeleistung in kW
Nennwärmeleistung ist die höchste von der Feuerungsanlage im Dauerbetrieb nutzbar abgegebene Wärmemenge je Zeiteinheit. Ist die Feuerungsanlage für einen Nennwärmeleistungsbereich eingerichtet, so ist die Nennwärmeleistung die in den Grenzen des Nennwärmeleistungsbereichs fest eingestellte höchste und auf einem (vom Heizungsinstallateur ausgefüllten und unterzeichneten) Zusatzschild angegebene höchste nutzbare Wärmeleistung; ohne Zusatzschild gilt als Nennwärmeleistung der höchste Wert des Nennwärmeleistungsbereichs.

Nutzungsgrad
Der Nutzungsgrad ist das Verhältnis der von einer Feuerungsanlage nutzbar abgegebenen Wärmemenge (Heizwärme) zu dem der Feuerungsanlage mit dem Brennstoff zugeführten Wärmeinhalt (Feuerungswärme), bezogen auf eine Heizperiode mit festgelegter Wärmebedarfs-Häufigkeitsverteilung nach Anlage III a Nr. 1 der 1. BImSchV.

Naturbelassenes Holz
Holz, das ausschließlich mechanischer Bearbeitung ausgesetzt war und bei seiner Verwendung nicht mehr als nur unerheblich mit Schadstoffen kontaminiert wurde.

Nebenlufteinrichtungen
Nebenlufteinrichtungen Nebenlufteinrichtungen sind Bauteile, die Schornsteine selbsttätig Nebenluft zuführen. Durch die Nebenlufteinrichtung strömt ständig Luft durch den Schornstein und verhindert somit oftmals ein durchfeuchten des Schornsteinmauerwerks.

Nennwärmebelastung
Die Nennwärmebelastung einer Feuerstätte ist der im Brennstoff zugeführte Wärmestrom in kW oder kJ/s, bezogen auf den Heizwert.

Niedertemperaturkessel
Dies sind Kessel, in denen die Temperatur des Wärmeträgers durch selbsttätig wirkende Einrichtungen gleitend bis auf 40° C oder tiefer abgesenkt werden bzw. die auf nicht mehr als 55° C eingestellt sind.

Nutzenergiebedarf
Energie, die vom Heizsystem unter normierten Bedingungen abgegeben werden muss, um den Heizwärmebedarf und den Trinkwasser-Wärmebedarf decken zu können.

Ölderivate
Ölderivate sind schwerflüchtige organische Substanzen, die sich bei der Bestimmung der Rußzahl auf dem Filterpapier niederschlagen. Weiterhin dürfen die Abgase von Ölfeuerungsanlagen keine Ölderivate, d. h. unverbrannte Ölbestandteile enthalten. Ölderivate zeigen sich durch gelbliche Verfärbung des bei der Rußzahlbestimmung beaufschlagten Filterpapiers, ggf. nach einem sog. Fließmitteltest.

Offener Kamin
Ein offener Kamin ist eine Feuerstätte, die einen offenen Brennraum hat. Der Brennraum gilt auch dann als offen, wenn ein Ofen (z.B. Schwedenofen) eine nicht selbständig schliessende Feuerraumtür / Glastür hat.

ppm
parts per million (Teil pro Million) Einheit für eine Konzentration (z. B. von Kohlenmonoxid)

Photovoltaik
Photovoltaik sind Einrichtungen, die bei Sonneneinstrahlung die Sonnenenergie nutzen und dabei Strom erzeugen.

Primärenergiebedarf
Energiemenge, die zur Deckung des Jahres-Heizwärmebedarfs und des Warmwasserbedarfs (Trinkwassererwärmung) benötigt wird, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze „Gebäude“ bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen.

Querschnittsreduzierung
Eine Querschnittsreduzierung ist meist die Konsequenz nach einer Schornsteindurchfeuchtung oder Versottung. Die Reduzierung wird in der Regel in Form von Edelstahlrohren (starre oder flexible), Schamotterohren, Keramikrohren, Glasrohren oder im Rüttelverfahren vorgenommen. Durch den reduzierten Querschnitt verkleinert sich die Innenfläche des Schornsteins und somit die Abkühlfläche für das Abgas. Häufig werden feuchtunempfindliche Sanierungsrohre verwendet.

Rußzahl
Die Rußzahl ist die Kennzahl für die Schwärzung, die die im Abgas enthaltenen staubförmigen Emissionen bei der Rußzahlbestimmung nach DIN 51402 Teil 1, Ausgabe Oktober 1986, hervorrufen. Maßstab für die Schwärzung ist das optische Reflexionsvermögen; einer Erhöhung der Rußzahl um 1 entspricht eine Abnahme des Reflexionsvermögens um 10 vom Hundert. Die Rußzahl ist nur bei Ölfeuerungsanlagen zu bestimmen. Die Rußzahl ist ein Maß für die Emission staubförmiger Partikel und lässt Rückschlüsse auf die Verbrennungsgüte zu. Für Feuerungsanlagen mit Zerstäuberbrennern, die ab dem 1.10.1988 in den alten und ab dem 3.10.1990 in den neuen Bundesländern errichtet wurden, ist die Rußzahl auf 1 begrenzt. Für Anlagen, die früher errichtet wurden, und für Feuerungsanlagen mit Ölverdampfungsbrennern ist die zulässige Rußzahl 2. Die Bestimmung der Rußzahl wird nach einem normativen Verfahren (DIN 51402 Teil 1) durch visuellen Vergleich durchgeführt. Es sind 3 Einzelmessungen vorzunehmen, aus den Einzelmessungen ist der arithmetische Mittelwert zu bilden. Das auf die nächste ganze Zahl gerundete Ergebnis entspricht der Verordnung, wenn der Rußzahl-Grenzwert nicht überschritten wird.

Räucheranlagen
Räucheranlagen sind Anlagen zum Konservieren oder Geschmacksverändern von Lebensmitteln.

Rechtsstellung des Schornsteinfegers
Der Schornsteinfeger ist ein beliehener Handwerker mit staatlichen Aufgaben. Also hat der Schornsteinfeger nicht wie so oft fälschlicherweise angenommen ein Monopol, sondern einen Auftrag des Staates auszuführen.

Regelfeuerstätten
Regelfeuerstätten sind Feuerstätten für die Brennstoffe Nusskohle, Koks, Briketts, Holzkohle, Heizöl EL, Erdgas, Torf, die in aller Regel keine Abgase mit höheren Temperaturen als 400 °C erzeugen.

Reinigungsöffnung
Reinigungsöffnungen sind verschliessbare Öffnungen in Schornsteinwangen, die der Reinigung der Schornsteine dienen.

Reinigungsverschluss
Reinigungsverschlüsse sind Bauteile zum verschliessen von der Reinigungsöffnungen.

Russ
Russ ist unverbrannter Kohlenstoff. Verbrennt ein Brennstoff unter Sauerstoffmangel, also wenn nicht jedes Kohlenstoffteilchen des Brennstoffes mit Sauerstoff angereichert wird, entsteht Russ.

Sauerstoff- oder Kohlendioxidvolumengehalt in %
Der Sauerstoff- oder der Kohlendioxidgehalt dient der Bestimmung des Abgasverlustes. Er ist zeitgleich an derselben Stelle mit der Abgastemperatur zu messen. Ob der Sauerstoff- oder der Kohlendioxidgehalt bestimmt wurde, ist durch Ankreuzen der entsprechenden Bezeichnung zu kennzeichnen.

Schornsteingruppen
Schornsteingruppen sind Bauteile in oder an Gebäuden, in denen mehrere Schächte zusammengefasst sind.

Schornsteinkopf
Schornsteinkopf ist der Schornsteinabschnitt über dem Dach.

Schornsteinsockel
Schornsteinsockel ist der unterste Abschnitt von Schornsteinen, der aus anderen Baustoffen oder anderer Bauart errichtet ist als der Schornsteinschaft. Der Sockel enthält die Sohle und kann die unterste Reinigungsöffnung und die Anschlussöffnung für ein Verbindungstück enthalten.

Sicherheitseinrichtungen
Sicherheitseinrichtungen für Schornsteinfegerarbeiten (über Dach) können u.a. sein: Laufbohlen, Lauftritte, Standtritte oder Laufstege. Diese Einrichtungen müssen witterungsbeständig sein.

Sonderfeuerstätten
Als solche gelten z.B. Friteusen, Räucherkammern, Grillfeuerstätten, Feuerstätten zur Verbrennung von anderen Stoffen als Brennstoffen, wie z.B. Schwerölheizungen.

Sonnenkollektoren
Sonnenkollektoren sind Einrichtungen, die bei Sonneneinstrahlung die Sonnenenergie nutzen und die gewonnene Wärmeenergie an Heiz- oder Brauchwasser abgibt.

Strömungssicherung
Die Strömungssicherung verhindert bei gasbetriebenen Feuerstätten ein Rückströmen der Abgase in den Brennraum.

Tag der Messung
Datum, an dem die Messung durchgeführt wurde.

Typ / Baujahr
Typenbezeichnung und Baujahr der Feuerstätte

Umweltschutz
Dem Umweltschutz wird der Schornsteinfeger täglich beim Überprüfen und Messen von Feuerstätten gerecht. Effizienter Umweltschutz wird allerdings auch bei aktiven Beratungsgesprächen mit der Kundschaft geleistet, da direkt auf Bedürfnisse und Wünsche unkommerziell eingegangen werden kann.

UVV
Die UVV sind Unfallverhütungsvorschriften, die zur Vermeidung von Unfällen und Gefahren in der Arbeit von den Berufsgenossenschaften erlassen wurden.

Verbrennungslufttemperatur in Grad Celsius
Die Verbrennungslufttemperatur wird zur Bestimmung des Abgasverlustes benötigt. Sie muss in der Nähe der Ansaugöffnung des Wärmeerzeugers, bei raumluftunabhängigen Feuerungsanlagen an geeigneter Stelle im Zuführungsrohr gemessen werden.

Verbrennungsluft
Die Verbrennungsluft ist die Luft, die der Feuerstätte bei Betrieb zuströmt.

Verbrennungsluftraum
Der Verbrennungsluftraum ist ein Raum mit mindestens einem Fenster, das geöffnet werden kann, oder einer Tür ins Freie, der über den Verbrennungsluftverbund dem Aufstellraum Verbrennungsluft zuführt.

Verbrennungsluftverbund
Der Verbrennungsluftverbund ist der lufttechnische Verbund von Aufstellräumen mit Verbrennungslufträumen zur Sicherstellung der Verbrennungsluftversorgung der Feuerstätten.

Verbundraum
Der Verbundraum ist ein Raum zwischen dem Aufstellraum und einem Verbrennungsluftraum, der in der Regel innen liegt. Durch ihn strömt Verbrennungsluft zu den Feuerstätten.

Versottung
Bei einer Versottung handelt es sich um einen Vorgang, der meistens bei einer Heizungserneuerung am Schornstein zu beobachten ist. Die Abgase der neuen Heizung kondensieren aufgrund der niedrigeren Abgastemperatur oft im Schornstein. Dieses Kondensat wird vom Schornsteinmauerwerk aufgenommen und Russ, der bereits von alten Öfen oder der alten Heizung im Schornstein war, wird mit der Feuchtigkeit in das Mauerwerk eingespült. Aggressive Bestandteile des Russes wie z.B. Schwefel lösen das Bindemittel des Mauerwerks auf und schädigen den Schornstein nachhaltig. Der Mörtel wird aufgelöst und nach Aussen gespült (Ausblühung) – der Schornstein wird morsch und instabil und somit renovierungsbedürftig.

wesentliche Änderung
Eine wesentliche Änderug ist eine Änderung an einer Feuerstätte, die die Art oder die Menge der Emissionen erheblich verändern kann, eine wesentliche Änderung liegt regelmäßig vor bei a) Umstellung einer Feuerungsanlage auf einen anderen Brennstoff, es sei denn, die Feuerungsanlage ist für wechselweisen Brennstoffeinsatz eingerichtet, b) Austausch eines Kessels, c) Veränderung der Nennwärmeleistung, sofern sie nach § 15 der 1. BImschV eine Änderung der Überwachung nach sich zieht.

Wärmeaustauscher
Zur Identifizierung des Wärmetauschers (Heizkessel, Lufterhitzer usw.) sind die Angaben auf dem Geräteschild (Typenschild) der Feuerstätte einzutragen.

Wärmeträgertemperatur in Grad Celsius
Die Wärmeträgertemperatur ist die Temperatur des Wärmeträgers, sofern sie vom Betriebsthermometer abgelesen werden kann. Sie dient lediglich dazu, den Betriebzustand der Feuerstätte während der Messung zu dokumentieren.

Wärmeenergie
Energie, die unmittelbar zur Deckung de Heizwärmebedarfs bzw. der Trinkwassererwärmung eingesetzt wird. Diese Energieart kann z.B. Öl, Gas, Holz oder Strom sein.

Wärmeverluste der Heizungsanlage
Bei der Heizung gibt es mehrere bedeutsame Verluste. So wäre dies z.B. Strahlungsverluste durch schlechte Isolierung, Rohrleitungsverluste durch vielfach verwinkelte und lange Vorlaufrohre, die auch oftmals schlecht Isoliert sind, Stillstandsverluste durch geringe Schaltzeiten, Durchströmverluste durch einen offenen Brenner, durch den permanent Luft in den Kessel zirkuliert und den Brennraum somit auskühlt und Abgasverluste.

Wärmewert
Der Wärmewert ist die Sammelbezeichnung für die Brennwerte und die Heizwerte in kWh/m3 und gibt Aufschluss über die bei der vollständigen Verbrennung freiwerdender Wärmeenergie. Der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert wird durch die Verdampfungswärme des Wassers gebildet. Ein Unterschied ist deshalb nur bei Gasen vorhanden, bei denen während der Verbrennung Wasserdampf entsteht.

Zentralheizung
Eine Zentralheizung ist eine Feuerstätte, die zur Beheizung mehrer Räume dient.

Zugbegrenzer
Ein Zugbegrenzer, bzw. eine Nebenluftvorrichtung, ist ein Bauteil, das während des Heizungsbetriebs öffnet und zusätzliche Luft in den Schornstein beimischt. Dadurch reduziert sich der Auftrieb der Abgase (Schornsteinzug wird verlangsamt). Durch den niedrigeren Schornsteinzug bleibt das Abgas länger in der Heizung und gibt somit mehr Wärme an die Heizung ab. Es sollte daher diese Klappe bei sehr hoher Abgastemperatur in Verbindung mit einem hohem Schornsteinzug (Auftrieb) eingebaut werden.

Zuluft
Die Zuluft ist die gesamte Luft, die dem Aufstellraum zugeführt wird.

Zündtemperaturen
Die Zündtemperatur bei Heizöl EL liegt bei ca. 230°C und bei Erdgas bei ca. 640° C.